Sozialwissenschaften

Brotlose Kunst oder Zukunftsfach?

 

Den Anfang macht mein eigenes Bachelor-Studium: Sozialwissenschaften.

SoWi habe ich zwar in Düsseldorf abgeschlossen, aber auch die Auswahl im übrigen NRW kann sich wirklich sehen lassen.

An elf Standorten lässt sich das Fach studieren, von Bonn bis Bielefeld und je nach Hochschule auch mit besonderen Schwerpunktsetzungen wie International Business, Europa oder Medien.

Das Fach behandelt hierbei grob betrachtet, die Zusammenhänge menschlichen Zusammenlebens in modernen Gesellschaften und zählt zu den Gesellschaftswissenschaften.

In der Praxis stehen also neben Vorlesungen und Seminaren in den Fächern Soziologie (je nach Uni auch Sozialpsychologie), Wirtschafts- und Politikwissenschaften auch das Erlernen methodischer Kompetenzen in den Bereichen Analyseverfahre (Statistik) und empirische Sozialforschung auf dem Standardprogramm.

Sozialwissenschaften sind hierbei sehr interdisziplinär ausgerichtet und kombiniert Methoden aus den Gesellschafts-und Naturwissenschaften.

An einigen Unis, unter anderem Köln, lässt sich das Fach dementsprechend auch als Bachelor of Science (B.Sc.) studieren, meistens ist der Abschluss aber ein Bachelor of Arts (B.A.).

Während die Lehramtsstudiengänge SoWi teilweise zulassungsfrei sind, ist bei den normalen SoWis ein NC von um die 1,8 zu erwarten. In Düsseldorf erwarten die Bewerber mit dieser Abschluss, darüber hinaus zwei Wartesemester.

 

Die fächerübergreifende Strukturierung des Studiums gibt den Studierenden viel Entscheidungsfreiheit aber auch Verantwortung in die Hand.

Eine klare Schwerpunktsetzung, z.B. auf Politik-oder Wirtschaftswissenschaften ist bereits frühzeitig relevant.

Andererseits bietet dieses Fach auch die Chance, verschiedene Gesellschaftswissenschaften kennenzulernen um eine fundierte Entscheidung zu treffen.

 

 

Ähnlich wie die eigene Ausrichtung im Studium, ist auch die berufliche Ausrichtung nach dem Studium vor allem eines: vielfältig.

Anstellungen im Kultur-und Medienbereich, der Dienstleistungsbranche als Unternehmensberater oder in der Politik, sind genauso denkbar wie Beschäftigungen in der Markt-und Meinungsforschung und hängen stets von den vorgegebenen und selbstgesetzten Schwerpunkten ab.

Wer einen spezialisierenden Master und berufsorientierende Praktika abschließt und viel Eigeninitiative zeigt, sollte aus meiner Sicht keine Probleme bei der Berufswahl haben.

 

Ich glaube SoWi ist ein massiv unterschätzter Bachelorstudiengang und weit mehr als brotlose Kunst.

Wer sich für die wichtigen gesellschaftlichen Fragestellungen interessiert, verschiedene Blickwinkel verschiedenster Wissenschaften beleuchten, sich selbst orientieren möchte und dabei nicht vor der Lektüre langer und komplizierter Texte zurückschreckt, für den bietet ein Studium der Sozialwissenschaften viel persönlichen Entfaltungsspielraum.

Mir hat es jedenfalls immer sehr viel Spaß gemacht und eine gute wissenschaftliche Grundlage gelegt.