Im Fokus des Bachelorstudiengangs Banking and Finance steht die vielseitige Kompetenzvermittlung im Finanz- und Bankenbereich. Erklärtes Ziel ist es, am Ende dieses Studiums in unterschiedlichen Abteilungen eines Finanzdienstleisters eingesetzt werden zu können.

 

Dabei können die Einsatzbereiche sehr unterschiedlich sein, weshalb auch die Studieninhalte durch das ganze Spektrum der angestrebten Berufsqualifikation reichen. Die Finanzwelt ist geprägt von sich ständig verändernden globalen Märkten und Finanzmarktstrukturen. Vor allem die im Zuge der Finanzkrise eingesetzte rechtliche Regulierung stellt Banken und andere Finanzdienstleister vor immer neue Herausforderungen. Diese auferlegten Rahmenbedingungen haben das Bankengeschäft in den letzten zehn Jahren entscheidend mitgeprägt, weshalb auch hier innerhalb des Studiums eine gezielte Wissens- und Kompetenzvermittlung stattfindet. Auch steht die Anwendung von statistischen und finanzmathematischen Verfahren innerhalb des Finanzsektors im Vordergrund.

 

An dieser Stelle ist aber auch von den typischen Klischees innerhalb der Bankenbranche abzurücken. Man darf kein „Wolf of Wall Street“, keine „Bad Banks“, rauschende Partys oder Drogenmissbrauch erwarten. Die Finanzkrise hat viele Banken zu Unrecht in Verruf geraten lassen, obwohl es nur einige wenige Marktteilnehmer gewesen sind, die maßgeblich zu der Krise 2008 und 2009 beigetragen haben. Im Gegenteil konzentrieren sich viele Finanzdienstleister immer mehr auf „sustainable finance“, eine Spielart innerhalb der Branche also, in der man sich zunehmend mit dem Gedanken der nachhaltigen Entwicklung und einem nachhaltigen Finanzmarkt beschäftigt. Im Mittelpunkt stehen hierbei besonders gesellschaftliche und ökologische Gesichtspunkte. In erster Linie ist das Arbeiten in einem großen Finanzhaus durch einen interessanten Arbeitsalltag geprägt, mit sich ständig ändernden Kundenfällen, Herausforderungen und einer nicht zu unterschätzenden Verantwortung. Obwohl sich das klassische Banking and Finance Studium ausschließlich auf den akademischen Teil reduziert, so ist die soziale Kompetente und der Umgang mit Kunden und Kollegen nicht zu unterschätzen. Es muss einem aber auch bewusst sein, dass man (nicht in allen, aber in vielen Fällen) als beratender Verkäufer in den Beruf einsteigt und dem vermeintlichen Zahlendruck gewachsen sein muss.

 

Zusammenfassend kann man also sagen, dass dieser Studiengang vor allem für all diejenigen interessant sein kann, die Spaß am Umgang mit Kunden haben, sich für wirtschaftliche und finanzmarkttechnische Zusammenhänge interessieren und eine gewisse Affinität zu Zahlen mitbringen.